Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)

Der Allgemeine Studierendenausschuss ist (noch) die offizielle Studierendenvertretung an der Universität Tübingen.

In seinen Aktivitäten ist der AStA seit 1978 gesetzlich streng begrenzt, was sich jedoch im Laufe des nächsten Jahres im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen der neuen Landesregierung ändern wird.  Bislang durfte sich dieses studentische universitäre Gremium lediglich zu musischen, kulturellen, sportlichen, interdisziplinären und sozialen Angelegenheiten äußern, was hochschulpolitischen Meinungsaustausch grundlegend ausschloss. Im Vergleich zu den ASten außerhalb Baden-Württembergs und Bayerns, hat der AStA in Tübingen nur ein geringes Budget zur Verfügung, mit dem er Veranstaltungen studentischer Gruppen aller Art fördert. Nähere Infos und Formulare zum Downloaden gibt es auf der Homepage des AStA.

Jedes Jahr wird der AStA wieder neu von den Studierenden der Universität Tübingen aus den verschiedenen kandidierenden Hochschulgruppen gewählt. Die Hochschulgruppe mit den meisten Sitzen stellt den Vorsitzenden der Wahlperiode, der von zwei Stellvertretern aus den stimmenmäßig nächstfolgenden Gruppen in seiner Arbeit unterstützt wird.

Wichtige Aufgaben des AStAs sind fakultätsübergreifende Studienangelegenheiten sowie die überregionale und internationale studentische Zusammenarbeit, wobei auch hier der AStA laut Gesetz keine politischen Forderungen erheben darf und sein Engagement entsprechend eingeschränkt ist.

Die Mitglieder des AStA treffen sich einmal monatlich, um über aktuelle, uni-interne Themen, über die Förderung von Projekten und die Unterstützung von Hochschulgruppen zu diskutieren. Die Beschlüsse, die der AStA dabei fasst sind allerdings auf Grund der gesetzlichen Regelungen nicht verbindlich, sondern bedürfen zu ihrer Gültigkeit immer der Zustimmung des Rektorats. Neben dieser Förderungstätigkeit bietet der AStA Beratungsleistungen an. Hierfür gibt es elf unterschiedliche Service-Referate, die sich den Problemen der Studierenden annehmen, Sprechstunden anbieten und die Hilfestellungen im Uni-Alltag geben sollen.

Aus dem Elan des Streik-Herbstes ist seit November 2009 ein aktiver Arbeitskreis entstanden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, neue Rahmenbedingungen für eine gemeinsame Studierendenvertretung auf universitärer Ebene zu entwickeln. Studentische Mitbestimmung, ein Schlüsselbegriff des Bildungsstreiks, wird von allen Seiten gefordert. Aber was heißt das genau? Wie kann eine solche Vertretung aussehen? Und vor allem, wie kann man das bisherige System bestehend aus einer aktiven Fachschaftenvollversammlung (FSVV) und einem bisher noch hochschulpolitisch machtlosen AStA so gestalten, dass auf Dauer alte Grenzen aufgelöst werden und Fachschaften, hochschulpolitische Gruppen sowie interessierte Studierende konstruktiv zusammenarbeiten können? Ein spannender Prozess, der uns weiterhin bevor steht.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten…